Wohnungsbestand modernisieren mit digitaler Hilfe

Baugenossenschaften haben in der Regel einen großen Bestand an Mietwohnungen, die instand gehalten werden müssen. Mit Hilfe neuer Unternehmen in der Immobilienwirtschaft lassen sich mittlerweile viel Zeit und einiges an Kosten einsparen.

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Deutschland in Sachen Digitalisierung großen Nachholbedarf hat. Nicht nur in den Behörden hinkt Deutschland digital hinterher. Auch in der Immobilienwirtschaft gibt es viele Ideen mit einem riesigen Potential.

In den letzten Jahren sind viele Start-ups entstanden, die digitale und intelligente Lösungsansätze für Wohnungsunternehmen anbieten. Im Fachjargon wird von sogenannten PropTechs (Property Technology) gesprochen. Diese neuen Unternehmen versuchen mit der Hilfe von Software alte Prozesse in die digitale Welt zu übersetzen. Das Resultat sind schlankere Prozesse bei denen die Immobilienunternehmen häufig Geld sparen.

Fallbeispiel digital modernisieren und sanieren

Ein relativ neues PropTech aus Berlin mit dem Namen Doozer bietet eine Plattform für Wohnungssanierungen an. Dort werden Wohnungsunternehmen und Handwerker sozusagen digital miteinander verkuppelt (auf dieser Plattform können sich zum Beispiel auch Baugenossenschaften anmelden).

Wohnungsmodernisierung für Wohnungsbaugesellschaften

Der Ablauf bei Doozer ist relativ einfach. Als Wohnungsunternehmen meldet man sich auf der Plattform an und pflegt die Wohnungen ein, die saniert werden sollen. Dazu müssen die Eckdaten der Mietwohnungen angegeben werden. Zum Beispiel Anzahl und Größe der Zimmer. Danach danach wählt man die entsprechenden Gewerke aus (z.B. Badsanierung, Küchensanierung, etc.). Ist alles korrekt hinterlegt, erhält man einen ersten Kostenvoranschlag.

Nun kommt ein weiteres Herzstück von Doozer ins Spiel: der Handwerkervergleich. Das Wohnungsunternehmen kann nämlich im Anschluss per Knopfdruck die Preise von verschiedenen Handwerkern vergleichen und den besten auswählen. Nach der Auswahl wird der Auftrag an den Handwerksbetrieb elektronisch übermittelt und die Modernisierung kann losgehen.

Der gesamte Prozess ist ohne Papierkram. Die Dienstleistung zudem ist für Wohnungsunternehmen kostenlos. Lediglich die Handwerker zahlen eine kleine Provision für den Auftrag an die Plattform.

Auftragsvergabe an Handwerker aus der Region

Da es sich bei Doozer um eine Plattform handelt, sind neben den Wohnungsbaugesellschaften auch Handwerker angemeldet, die ihre Leistungskatalog mit Preisen hinterlegt haben. Dabei handelt es sich in der Regel um Generalunternehmer aus der Region, die die gesamte Bandbreite anbieten, die für eine Modernisierung einer Wohnung nötig ist.

Die Handwerker wurden vorab auf die in der Branche üblichen Qualitätsstandards überprüft. Sollte es doch zu Problemen kommen, gibt es auch hierfür ein digitales Mängelmanagement sowie persönliche Beratung.

Doozer im Video erklärt

Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft ist jetzt

Mit Doozer lassen sich herkömmliche Prozesse in der Sanierung schlanker und effizienter gestalten. Lange Leerstände können so vermieden und die Mieteinnahmen dadurch gesteigert werden. Die Verwaltung ist übersichtlicher.

Neben Doozer gibt es eine große Anzahl an weiteren PropTechs, die der Immobilienwirtschaft digitale Lösungen anbieten. Besonders große Wohnungsbaugesellschaften setzen dabei heute schon auf moderne Ansätze. Auf Proptech.de finden Sie dazu weitere Informationen rund um das Thema Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft.

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